|
Die Deutsche Meisterschaft O19, die vom 04.02.2010 bis 07.02.2010 in Bielefeld stattfand, ging für die Aktiven des 1. BC Düren sehr erfolgreich zu Ende. Mathieu Pohl trat als einziger Spieler des 1. BC Düren im Herreneinzel an, doch er schlug sich hier sehr souverän. An Position 9/16 gesetzt, spielte er in der ersten Runde gegen Michael Kleibert, der beim 1. BC Bischmisheim in der 2. Bundesliga spielt. Pohl gewann dieses Spiel in zwei Sätzen mit 21:18, 21:13. In der zweiten Runde schlug Pohl gegen den Jugendnationalspieler Max Schwenger vom TSV Lauf auf. Er ließ Schwenger im ersten Satz keine Chance und gewann deutlich mit 21:5. Der zweite Satz ging ebenfalls mit 21:14 an das Dürener Talent. Somit stand Pohl im Achtelfinale und musste, aufgrund einer unglücklichen Auslosung, gegen den an Position 2 gesetzten späteren Vizemeister Dieter Domke vom Erstligisten 1. BC Bischmisheim antreten. Pohl verkaufte sich sehr gut und es gelang ihm als einzigem Spieler Domke in die Verlängerung eines Satzes zu jagen. Domke konnte den ersten Satz dann jedoch mit 24:22 gewinnen. Der zweite Satz ging ebenfalls mit 21:15 an den späteren Vizemeister. Im Herrendoppel waren dagegen gleich drei Paarungen mit Dürener Beteiligung gestartet. Eine sehr unglückliche Auslosung erhielt die Paarung David Washausen (1. BC Düren) / Stephan Löll (2. Bundesliga, BV RW Wesel), die nach einem einfachen Sieg in der ersten Runde gegen die Nationalspieler und späteren Vizemeister Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim) und Ingo Kindervater (1. BC Beuel) antreten mussten. Dieses Spiel wurde erwartungsgemäß mit 21:12, 21:10 deutlich verloren. Florian Kirch, Doppel-Spezialist aus der 1. Mannschaft des 1. BC Düren, spielte zusammen mit Philip Wachenfeld vom Erstligisten FC Langenfeld. Die beiden verloren überraschend gegen Richard Domke (2. Bundesliga, SV Fischbach) und Justus Schmitz (Regionalliga, TV Emsdetten) mit 21:19, 21:9. Durch diese Niederlage von Kirch / Wachenfeld kam es nicht zum erwarteten Dürener Duell im Achtelfinale gegen Mathieu Pohl, der zusammen mit Philipp Welker vom 1. BC Bischmisheim antrat und sich nun gegen Domke / Schmitz schlagen musste. Auch in diesem Spiel stellten sich Domke / Schmitz gut dar und konnten Pohl / Welker den zweiten Satz abnehmen. Im dritten Satz ließ der Dürener an der Seite seines Partners aus dem Saarland jedoch nichts mehr anbrennen und zog letztlich mit 21:14, 19:21, 21:12 ins Viertelfinale ein. Hier hätten Pohl / Welker gegen die späteren Deutschen Meister Kristof Hopp / Johannes Schöttler antreten müssen. Aufgrund einer Verletzung von Philipp Welker gaben die beiden das Spiel allerdings kampflos auf. Im Damendoppel traten seitens des 1. BC Düren Lisa Heidenreich mit ihrer Partnerin Mette Stahlberg vom Bundesligisten TV Refrath an, sowie Sandra Marinello mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Birgit Overzier vom Bundesligisten 1. BC Beuel. Während Heidenreich / Stahlberg überhaupt nicht ins Spiel kamen und bereits in ihrem ersten Spiel in der zweiten Runde gegen die hessische Paarung Denise Naulin / Juliane Peters denkbar knapp mit 26:24, 21:18 ausschieden, lief es für das Top-Damendoppel Marinello / Overzier deutlich besser. Nach einem Freilos gewannen die Titelverteidigerinnen in dieser Disziplin in der zweiten Runde gegen die Paarung Bunjaku / Bunjaku aus Rheinland-Pfalz mit 21:13, 21:7. In der dritten Runde wurde die Berliner Paarung Marquardt / Schnee von den beiden Nationalspielerinnen mit 21:4, 21:8 nahezu deklassiert. Im Viertelfinale mussten Marinello / Overzier dann gegen die mehrmalige deutsche Meisterin Stefanie Müller (2. Bundesliga, BV RW Wesel), die zusammen mit der amtierenden baden-württembergischen Meisterin Claudia Vogelgsang antrat, aufschlagen. Mit einem 21:13, 21:15-Sieg wurde der Einzug ins Halbfinale gesichert. Hier ging es dann gegen Janet Köhler (2. Bundesliga, TSV Trittau) und Katja Michalowsky, die zuvor das Erstliga-Doppel Gitte Köhler / Carina Mette in einem Drei-Satz-Krimi schlagen konnten. Doch auch diese Gegner stellten für die beiden Nationalspielerinnen keine große Herausforderung dar. Sie wurde schließlich mit 21:13, 21:19 besiegt. Im Finale am Sonntag lauteten die Herausforderer des deutschen Top-Damendoppels dann Nicol Bittner (2. Bundesliga, PTSV Rosenheim) und Karen Neumann (1. Bundesliga, VfL 93 Hamburg). Doch Marinello und Overzier, die durch zahlreiche Turniere in den letzten Monaten eine Menge internationale Erfahrungen sammelten, spielten in diesem Finale hochkonzentriert auf und ließen wie in den Spielen zuvor ihren Konkurrentinnen zu keinem Zeitpunkt den Hauch einer Chance. Die Deutsche Meisterschaft ging letztlich ebenfalls in zwei Sätzen mit 21:11, 21:14 nach Düren und Bonn. Sandra Marinello und Birgit Overzier bestätigten damit nach zuletzt schönen internationalen Erfolgen, nämlich dem 3. Platz bei den Bitburger Open und dem 2. Platz bei den Dutch Open, ihre Dominanz als unangefochtene Nummer 1 im Damendoppel in Deutschland. Die Mixeddisziplin lief für Sandra Marinello ähnlich erfolgreich ab. Hier startete sie an der Seite ihres Partners Johannes Schöttler vom Erstligisten 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Die Ausgangslage war bis zum Finale für Marinello dieselbe wie im Damendoppel. Jedoch erhielten Schöttler / Marinello lediglich Setzplatz 2. Im ersten Spiel in der zweiten Runde ging es für Marinello direkt gegen ihren Vereinskameraden Florian Kirch, der zusammen mit Andrea Bart vom Regionalligisten BC Hohenlimburg, antrat. Doch Kirch / Bart mussten die Überlegenheit der beiden Nationalspieler anerkennen und verloren deutlich mit 21:12, 21:9. In der dritten Runde wurde gegen die Berliner Paarung Franke / Deichgräber ebenfalls in zwei Sätzen mit 21:11, 21:16 gewonnen. Die Gegner im Viertelfinale lautete die namhafte Paarung Hendrik Westermeyer und Laura Ufermann, die beim Erstligisten SC Union Lüdinghausen auch zusammen Gemischtes Doppel und dort in der 1. Bundesliga mit 7:3 Spielen eine positive Bilanz aufweisen können. Wie gut Schöttler / Marinello bei diesem Turnier harmonierten zeigten sie, indem sie die amtierenden Westdeutschen Meister im Mixed mit 21:12, 21:12 vom Platz schickten. Im Halbfinale wurde es dann die beiden Nationalspieler gegen die Paarung Michael Fuchs / Nicol Bittner das erste Mal knapp. Die beiden Herausforderer verkauften sich gut, ihr Nachteil war es jedoch letztlich, dass sie nicht regelmäßig zusammen spielen und es somit oft Abstimmungsprobleme gab. Somit konnten Schöttler / Marinello letztlich doch in zwei Sätzen mit 21:17, 22:20 ins Finale einziehen. Hier ging es dann gegen die an Position 1 gesetzten Nationalmannschaftskollegen Ingo Kindervater / Birgit Overzier (beide 1. Bundesliga, 1. BC Beuel), die im bisherigen Turnierverlauf ebenfalls alle Spiele in zwei Sätzen zu ihren Gunsten entscheiden konnten. In einem tollen Spiel konnten Schöttler / Marinello nach einem 16:19-Rückstand noch auf 19:19 ausgleichen. Kindervater / Overzier machten dann jedoch „den Sack zu“ und gewannen 21:19. Im zweiten Satz lief es bei Schöttler / Marinello nicht rund und die beiden kamen nicht gut ins Spiel rein. Sie verloren diesen Satz letztlich mit 8:21. Sandra zeigte sich trotz verlorenem Spiel jedoch sehr zufrieden über den Vizetitel und den gewonnen Titel im Damendoppel und bezeichnete beides als „tollen Erfolg“. Für ihren Freund David Washausen, der in der 2. Bundesliga in Düren an ihrer Seite und bei der Deutschen Meisterschaft zusammen mit Miriam Mroß (2. Bundesliga, BVH Dorsten) aufschlug, endete das Turnier bereits in der zweiten Runde mit 21:15, 21:13 gegen die Erstligisten Till Zander / Karen Neumann vom VfL 93 Hamburg, die an Setzplatz 5/8 standen. Als Schiedsrichter vom 1. BC Düren wurde Michael Pütz durch den Deutschen Badminton Verband nominiert. Er erhielt neben zahlreichen Einsätzen bis zum Viertelfinale auch einen Einsatz im Halbfinale des Damendoppels. Hier geht's zu den Turnierplänen. |